Neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab 01.01.2016:

 

Nach § 5 Abs. 1 Satz 1 Entgeltfortzahlungsgesetz muss ein Arbeitnehmer wegen einer Arbeitsunfähigkeit, die länger als drei Kalendertage dauert, eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorlegen.

 

Die Entgeltfortzahlungspflicht des Arbeitgebers endet nach 6-wöchiger Arbeitsunfähigkeit. Danach hat der Arbeitnehmer in der Regel Anspruch auf Krankengeld gegenüber seiner Krankenversicherung.

 

Häufig unbekannt war und ist, dass der Arbeitnehmer auch ab der siebten Krankheitswoche weiter gegenüber seinem Arbeitgeber verpflichtet ist, seine andauernde Arbeitsunfähigkeit bescheinigen zu lassen. Bislang stellte dies für den Arbeitnehmer häufig ein Problem dar, weil er nach Ablauf des 6-wöchigen Entgeltfortzahlungszeitraums keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von seinem Arzt mehr erhielt. Arbeitnehmer behalfen sich mit einer Kopie der Bescheinigung für die Krankengeldzahlung („Auszahlschein“) oder einer gesonderten schriftlichen Bescheinigung des Arztes.

 

Seit 01.01.2016 ist der Arzt nunmehr verpflichtet, dem Arbeitnehmer eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch dann auszustellen, wenn sich dieser bereits im Krankengeldbezug befindet.