„Dramatische Kostensenkung bei Zwangsräumungen im Mietrecht“

Der Bundesgerichtshof hat in seiner grundlegenden Entscheidung vom 10.08.2006 die Räumungsvollstreckung nach dem sogenannten Berliner Modell bestätigt. Danach kann bei der Zwangsräumung die Vollstreckung auf die Herausgabe der Wohnung bei Geltendmachung des Vermieterpfandrechtes an den eingebrachten Sachen beschränkt werden. Es wird also nur der Mieter zwangsgeräumt, die horrenden Kosten für die Entfernung und Zwischenlagerung des Mobiliars des Mieters durch eine Spedition entfallen. Wir haben in mehreren Beispielsfällen die Räumungsvollstreckung nach dem sogenannten Berliner Modell zwischenzeitlich erfolgreich praktiziert. In diesen Beispielsfällen hatte der zuständige Gerichtsvollzieher jeweils zunächst Kostenvorschüsse i.H.v. Euro 9.000,-- angefordert.  Nach unserem Hinweis auf die gewünschte Zwangsvollstreckung nach dem sogenannten Berliner Modell wurden die Kostenvorschüsse nicht mehr erhoben. Die Wohnungen wurden gleichwohl geräumt, und zwar entweder vom Mieter selbst oder vom Vermieter, welcher die (verbliebenen) Möbel des Mieters wesentlich kostengünstiger zwischenlagern konnte.“